Ein Löffelchen für Mama – Beikost für Erbschen

Erbschen hat die 5-Monats-Marke geknackt. Wahnsinn, time flies when you’re having fun! Unser kleiner Mann hat in der letzten Zeit neben einer extrem feuchten Aussprache (insgeheim nenne ich ihn Larry, das Lama) ein großes Interesse an unserem Essen entwickelt. Er schaut gebannt den Gläsern hinterher, wenn wir trinken. Er greift uns aus dem Hinterhalt in den Löffel, wenn wir Joghurt essen. Er reißt mit bemerkenswerter Zielstrebigkeit an unseren Tellern. Kurzum, wir haben beschlossen, ihn an der großen Welt der Nahrungsmittel teilhaben zu lassen.

Am Sonntag habe ich mich fröhlich pfeifend in die Küche gestellt, Bio-Möhren geschnibbelt und gekocht und mit Bio-Birnensaft verfeinert zu einer orangenen Pampe Köstlichkeit püriert – man sollte dabei unbedingt Schutzkleidung und eine Schutzbrille tragen. Dann haben wir uns voller Erwartung mit unserem Fröschlein hingesetzt und ihm seinen ersten Möhrenbrei kredenzt.

Was soll ich sagen. Er hat ihn nicht gerade verschlungen, aber so richtig doof fand er ihn nun auch nicht. Er hat sich immer wieder den Löffel geschnappt und dran rumgelutscht. Es ist sogar nicht alles auf dem Lätzchen gelandet und ich hab ihn anderthalb Mal schlucken gehört. Ein voller Erfolg, oder? Seitdem bekommt er jeden Tag ein wenig Brei und es wird immer besser. Da man aus zwei Möhren mehr als eine Portion Brei herausbekommt, hab ich den Rest in einem Eiswürfelbehälter eingefroren und die Würfel dann in eine Gefriertüte getan. Ein Würfel sind drei Löffelchen, also im Moment noch eine Portion. Pro Tag taue ich also einen Würfel auf und es kann losgehen. Das ist echt praktisch und man kann auch viele verschiedene Sorten vorbereiten. Gerade habe noch Brokkoli und Süßkartoffel eingefroren. Abwechslung muss sein…

Um ihm den Schritt heraus aus seiner Nur-Milch-Diät zu erleichtern, hab ich ihm nun einen ganz weichen Silikonlöffel besorgt und noch etwas abgefahrenes: einen Fruchtsauger. An einem Griff ist ein Netz befestigt, in das man Obst und Gemüse geben kann. Daran kann Erbschen nun zahnlos herumkauen und lutschen. Gestern haben wir ihn gleich mal mit einem Stück Wassermelone ausprobiert und das hat super funktioniert. Mit dem Sauger kann er das Obst halten und bearbeiten, ohne zu große Stücke abzukauen. Er war ganz aus dem Häuschen und ich erstmal…

Es ist wirklich wahnsinnig spannend, Erbschen bei diesem neuen Schritt zu begleiten. Wie schnell das alles geht. Bald fährt er Auto…

Mein Sohn, der Randalierer…

Wo kommen eigentlich immer die Fotos her, auf denen gemütlich stillende, völlig entspannte Babys zu sehen sind? Hingebungsvoll versunken in der Nahrungsaufnahme…

Erbschen ist ein knallharter Milchbar-Randalierer. Er zieht und nestelt mit Hingabe an meinen Oberteilen! Meine T-Shirt-Ausschnitte sind zum Teil zu „sehr zeigefreudig“ ausgeleiert worden. Diese Stillkette im Wassermelonen-Design (wie niedlich ist das denn) soll Abhilfe schaffen, liegt aber meistens woanders. Erbschen verrenkt sich in abenteuerliche Posen, um ja nix zu verpassen. Er dreht und wendet sein Köpfchen nach jedem Geräusch, nach jeder Bewegung im Augenwinkel oder auch einfach nach einem hustenden Floh. Er will alles sehen und denkt bei seinen wilden Moves nicht immer dran, seine Nahrungsquelle vorher loszulassen. Wenn ich ehrlich bin, ist ihm das wohl einfach ziemlich wurscht.

Und dann, wenn ich ihm am liebsten Hausverbot für die Milchbar erteilen würde, tut er es. Es trifft mich jedes Mal mitten ins Herz und lässt mich schmelzen wie Eis in der Sonne. Er lächelt, er grinst, er lacht mich an, er trötet, kräht, blubbert und strahlt mich an, als ob er mir versichern will, das nichts so spannend ist, wie der Mittelpunkt seiner kleiner Welt: Ich.

Eigentlich ist es aber auch nicht weiter verwunderlich, dass Erbschen sich nicht aufs Wesentliche konzentrieren kann. Ich habe auch die Aufmerksamkeitsspanne eines Eichhörnchens. So nach dem Motto: Das hier muss ich heute wirklich zu Ende machen … oh, ein Fussel. Nur beim Essen, da lass ich mich leider nie ablenken.

Erbschen auf Reisen – Autofahren mit Baby

Mein Herzblatt kommt aus dem schönen Thüringen und so müssen wir ein paar Stündchen auf der Autobahn verbringen, wenn wir seine Eltern, Großeltern und unsere Freunde besuchen möchten. Seit Erbschen da ist, haben wir das noch nicht versucht, aber am letzten Wochenende war es soweit: Die Hochzeit von guten Freunden stand an und wir haben das Abenteuer gewagt. Uuuuuuuh *bedeutungsschwangere Musik*

Vorbereitung ist alles
Aber wie stellen wir’s an, ohne ein heulendes Bübchen und zwei entnervte Eltern? Erst einmal geht nichts – oh Wunder – über gute Organisation. Alles am Vorabend packen und ins Auto bringen ist eine Selbstverständlichkeit, aber auch der zeitliche Ablauf am Morgen sollte allen großen und kleinen Beteiligten klar sein. Bei uns hat sich folgender Marschplan bewährt (eine Autofahrt nach Kitzbühel haben wir auch schon hinter uns): Erbschen wacht auf, wird gestillt. Dann ist er meistens ungefähr 1,5 Stunden mehr oder weniger gut gelaunt und wach. In dieser Zeit hetzten wir durchs Bad, packen den Rest zusammen, wickeln Erbschen und ziehen ihn um und frühstücken eventuell sogar noch eine Kleinigkeit (hahaaa, wer’s glaubt). Nach ca. einer Stunde Wachsein wird Erbschen noch einmal zu seinem Hungergefühl befragt. Da das kleine Kerlchen ein echter Schluckspecht ist, entscheidet er sich meistens auch außerhalb der normalen Stillintervalle für die Milchbar. Sobald er fertig ist, geht’s ab in den Kindersitz und wir fahren mit quietschenden Reifen gemütlich los. Dieses Mal konnten wir so etwa drei Stunden am Stück fahren. PREISVERDÄCHTIG!

Sobald Erbschen unruhig wird, legen wir eine Stillpause ein und knuddeln ihn ein wenig außerhalb des Sitzes durch. Dann geht’s wieder in den Sitz und die Fahrt kann weitergehen. Da ich hinten sitze, kann ich ihn mit Freddy dem Glühwürmchen (der Ameise, dem Schmetterling, der Fliege) oder anderen Spielsachen ganz gut bespaßen, bis er vor lauter Lachen und guter Laune wieder müde ist und wegpennt. Das Wegpennen klappt bisher noch ganz gut, weil Erbschen seinen Kindersitz und die einduselnden Geräusche und Bewegungen des Autos liebt. Das bleibt hoffentlich noch eine Weile so, obwohl uns Freunde mit größeren Kindern keine großen Hoffnungen machen.
imageSicher und bequem im Auto

Dass wir Erbschen mit ruhigem Gewissen so lange im Kindersitz schlafen lassen können, haben wir uns eine „Kleinigkeit“ kosten lassen. Uns hat einfach nicht gefallen, dass der Kleine in seinem „normalen“ Kindersitz so eingesunken saß. Das kann doch nicht gesund sein, oder? Wir haben in die Kiddy evo-lunafix, in der man ein Baby auch während der Fahrt in eine bequeme und rückenschonende Liegeposition bringen kann, investiert. So haben wir bei langen Strecken einfach ein besseres Gefühl und auch, wenn Erbschen bei einer kurzen Autofahrt mal einschläft, müssen wir ihn danach nicht gleich schlafend aus dem Sitz rupfen, sondern können ihn beruhigt noch ein wenig weiter schnarchen lassen. Perfekt! Dieser Kindersitz eignet sich auch besser, wenn man ihn per Adapter auf ein Kinderwagengestell montieren will. Bei den herkömmlichen Kindersitzen hätte ich dabei einfach kein gutes Gefühl.

Wie steht Ihr zu Babyschalen auf Kinderwagengestellen? Was macht Ihr, um Euren Kurzen die Autofahrt so angenehm wie möglich zu machen?

Liebe Grüße,
Minna

Schlaf, Kindlein, schlaf

Schlaf ist wichtig! Das sagen Eltern, weil er gesund ist, schlau macht und weil sie verdammt nochmal auch mal Kraft tanken müssen. Babys interessiert das herzlich wenig. Gut, in den ersten Wochen schlafen die kleinen Mäuse sehr viel (Erbschen hat sich aber nicht mal daran wirklich gehalten). Ihr Tag besteht eigentlich nur aus stillen und schlafen. Herrlich, oder? Aber weil die Natur einen fragwürdigen Sinn für Humor hat, nehmen die Wachphasen des Babys ungefähr in gleichem Maße zu, wie die Energiereserven der Eltern abnehmen. Will heißen, je mehr Dir die Augen zufallen, desto mehr reißt sie Dein Junior auf. Ha, großartig, oder?

Aber bevor Du Deinem Spross eine Schlafstörung attestierst, halte Dir vor Augen: Schlafen muss gelernt werden. Es wirkt wunderlich, aber zwischen Müdigkeit und Schlaf liegt ein steiniger Weg, den Babys nur mit Hilfe bewältigen können.

Ich habe mich oft verzweifelt gefragt, warum ausgerechnet mein Baby das EINZIGE sein soll, das einfach nicht von alleine einschläft. Mittlerweile glaube ich, dass andere Eltern aus purer Notwehr behaupten, dass Babys Schlaf bei ihnen überhaupt kein Problem sei. Die Tipps, Ratschläge und Unkenrufe, die man zu diesem Thema bekommt, sind einfach zu nervig. Ein kleiner Auszug: „Hast du es mit einem Schnuller probiert?“, „Du musst ihn wach hinlegen!“, „Lass ihn ruhig ein wenig schreien.“, „Er schläft nur in deinem Arm ein? Gewöhn ihm das bloß nicht an, sonst schläft er nie alleine ein!“ Die Liste lässt sich endlos fortführen und die Antwort auf alles sollte immer sein: „Behalt Deinen Scheiß für Dich!“ – In Wirklichkeit antwortet man allerdings meistens: „Ah ja, interessant, muss ich mal ausprobieren.“

Was ich zu diesem Thema gelernt habe: Einschlafen ist ein individueller Reifeprozess, das heißt, die einen schaffen es früher, die anderen später (sorry, es ist also kein Verdienst der Eltern).

Von den Eltern in den Schlaf begleitet zu werden, ist ein Grundbedürfnis, keine Schikane. Babys denken nicht „Ha, jetzt versau ich meinen Alten mal schön den DVD-Abend!“

Alleine schlafen ist für Babys eine gefühlt lebensbedrohliche Situation (Logisch, denn wenn es früher allein zum Schlafen gelegt worden wäre, hätte sich der Säbelzahntiger für den Snack bedankt).

Schreienlassen ist grausame RIESENSCHEISSE! Tut das nie nie nie, außer Ihr wollt Euer Baby in Todesangst versetzen, in ein schreckliches Verlassenheitsgefühl stürzen und sein Urvertrauen mit Schmackes in die Tonne kloppen. Klar schläft es irgendwann ein, aber nicht, weil es so schön kuschelig im Bett ist, sondern vor Erschöpfung und trauriger Resignation.

Gewohnheiten, ob gut oder schlecht,  sind frühesten ab einem halben bis einem Jahr überhaupt ein Thema.

Die meisten (wenn nicht alle) gutgemeinten Ratschläge machen also nur kirre und setzen verwirrte Eltern und das Verhältnis zu ihren Sprösslingen unter Druck.

Also: Stresst Euch nicht und tut nur, was sich richtig anfühlt! Wir tragen und singen Erbschen in den Schlaf. Lassen ihn tagsüber im Tragetuch und nachts im Beistellbettchen oder sogar bei uns im Bett schlafen (meistens weil ich beim nächtlichen Stillen gleich mit wegpenne) und das Ergebnis ist: Er ist entspannt und wir sind es auch.

Jedes Baby wird irgendwann ganz von alleine ohne Schlaftraining oder irgendwelchen Hokuspokus einschlafen. Woher ich das weiß?  Musstet Ihr jemals mit jemandem das Bett teilen, der erstmal eine Stunde geweint hat, bevor er eingeschlafen ist, oder nachts mehrmals schreiend aufgewacht ist? Wo sind sie denn, die ganzen Kinder inkonsequenter Hippie-Eltern, die auch mit 35 noch nur bei Mama im Arm einschlafen können?

Irgendwann gehört der Abend wieder Euch! Oh, ich glaub ich hab das Babyfon gehört…

It’s a cruel summer … Hitze mit Baby

Holt die Baströckchen, Blumenketten, Strohhüte und Cocktails raus – Es ist heiiiiiß… 35 Grad ist eine Temperatur, die wir in unserer Gegend nicht oft erleben. Wenn man dann auch noch ein Sommerbaby hat, wird’s nicht nur echt warm, sondern auch noch ganz schön spannend. Mit seinen gerade einmal 8 Wochen können wir Erbschen nicht zur Abkühlung in den Pool oder vor die Klimaanlage setzen, aber ein wenig Erleichterung wollen wir ihm trotzdem verschaffen.

Babys können ihre Körpertemperatur noch nicht gut regulieren, deshalb sind kalte Bäder oder ähnliches Tabu. Das Ergebnis wäre ein ausgekühltes, schreiendes Menschlein. Gar nicht schön!

Wir versuchen es also auf die sanfte Tour und bleiben zunächst mit dem Kleinen im kühleren, abgedunkelten Haus meiner Eltern. Mein Vater, der schlaue Fuchs, hat ein feuchtes Laken vor die offene Tür gehängt und sorgt damit wirklich für ein angenehmes Klima. Es ist also nur noch schweinewarm und nicht mehr lavaheiß. Hey, das ist ein Erfolg!

Hier darf er nackig auf einer Decke strampeln. Ruhig auch ohne Windel, denn die ist ja auch nicht gerade aus klimaaktivem Funktionsmaterial…
Ab und zu machen wir ihm die Händchen und Füßchen ein bisschen nass. Die Verdunstungskälte kühlt herrlich und nimmt ganz sanft etwas Hitze aus dem kleinen Körper. Wenn Euer Baby Nasses mag, könnt Ihr es auch komplett mit einem feuchten Waschlappen abreiben, aber davon hält Erbschen überhaupt nichts. Er schreit, als ob wir ihm die Haut abziehen wollen und bevor die Nachbarn die Polizei rufen, lassen wir das mal lieber bleiben.

Da Erbschen gerade auch seinen 8-Wochen-Schub durchmacht – das Timing ist TOP – will er besonders viel Nähe und so schwitzen wir uns gegenseitig voll, dass die Tropfen nur so fliegen. Wenn man uns sucht, muss man also nur der feuchten Spur folgen. Ein wenig Abhilfe schaffen da Tücher aus Leinen (Seide ist auch toll), die ich zwischen uns lege. Die nehmen etwas Schweiß auf und kühlen. Herrlich!

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Wenn ich ihn überhaupt mal trage, dann nur in einem extradünnen Tuch von Hoppediz. So ist es halbwegs erträglich und wir mutieren nicht sofort zu einem laufenden Heizkraftwerk.

Wenn es endlich dunkel wird, schläft unser Prinz nur mit Windel und T-Shirt. Warum das Shirt? Sollten wir Glück haben kühlt es nachts ja doch etwas ab (Zugluft unbedingt vermeiden) und seine schwitzige Haut wird unangenehm klamm. Und dann: 3-2-1-GESCHREI! Das Baumwoll-Shirt nimmt Schweiß auf, ohne dass sich darunter die Hitze staut. Dazu ein leichtes Sommerlaken auf der Matratze und schon schläft es sich gleich viel entspannter – für ihn und uns.

Das sind unsre Tipps für heiße Tage mit Baby. Habt ihr auch welche? Na dann her damit 🙂

Liebe Grüße,
Minna

Tragetuchberatung

Weil unser Sohn ein kleiner Kuschelkäfer ist und am liebsten den ganzen Tag an und auf mir verbringt, sind Tragetuch und Tragehilfe heißgeliebte Freunde und Helfer. Da ich seit ich Mama bin völlig am durchdrehen eher sorgenvoll bin und trotz Trageanleitung und YouTube Videos nie so ganz sicher bin, ob ich meinem Sohn etwas abklemme, die Luft abschnüre oder eins seiner kleinen Beinchen amputiere – also kurz: ob ich auch alles richtig mache – habe ich Erbschen und mir eine Trageberatung gegönnt. Die Unsicherheit soll endlich Geschichte sein!

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Ich packe also Erbschen und unser Jaquard-Tuch von Hoppediz ein und mach mich auf den Weg zu Katharina, meiner freundlichen und kompetenten Reiseleiterin durchs Trage-Wonderland.

Katharina startet mit ein paar einführenden Worten. Viele der Vorteile – Traglinge weinen weniger, sind ausgeglichener, sie schulen ihr Körpergefühl und ihren Gleichgewichtssinn, sind immer mit dabei, sehen, hören und riechen mehr, und haben so viel mehr positiven Input für ihre Entwicklung – waren mir schon bekannt, aber es tut natürlich gut nochmal zu hören, dass man alles richtig macht.

Und dann geht’s los. Katharina zeigt mir die Wickelkreuztrage. Die eignet sich schon ab Geburt und ist die Bindeweise, die ich auch mit Erbschen meistens binde. Es ist echt erleuchtend zu sehen, wie man das Tuch fest bindet und gut nachzieht, woran ich merken kann, ob das Tuch zu fest ist, oder irgendwo einschneidet und wie ich die Beinchen richtig anhocke (wichtig für die Hüftreifung) und den Rücken schön runde. Ich binde zwei Mal mit einer Tragepuppe nach – die ziemlich schwer ist – und dann schnapp ich mir das schlafende Erbschen. Ich bin etwas aufgeregt, Katharina erinnert mich an ein paar Handgriffe und schon ist der Zwerg sicher und kuschelig eingebunden. Ein tolles Gefühl. Alles weitere ist Übungssache und ich freu mich drauf, Erbschen jetzt täglich zu tragen und ihm ein sicheres, geborgenes Gefühl und mir Nähe zu meinem kleinen Lieblingsmenschen zu schenken.

Tragt Ihr auch? Habt Ihr auch mal eine Beratung gemacht? Wie waren Eure Erfahrungen?

Liebe Grüße,
Minna

Trag mich, los!

Kennt Ihr das? Ihr nehmt Euch etwas vor und dann lacht irgendwo irgendjemand laut auf und macht euch einen Strich durch die Rechnung…

Kaum hab ich mich entschlossen, wieder mehr zu schreiben, tritt Erbschen ordentlich aufs Gas und fordert mich. Er ließ sich ja noch nie gern ablegen, aber jetzt hat man das Gefühl, man würde ihn auf eine heiße Herdplatte legen und nicht in einen Stubenwagen. Es bleibt mir nichts anderes übrig, als unser Hoppediz Tragetuch rauszuholen, ein paar mal das Binden zu üben (mit Hersteller-Anleitung und YouTube) und den kleinen Mann mehr herumzutragen. Das stärkt Rücken, Bauch und Beine… Wie war das nochmal mit der Rückbildungsgymnastik?

Zurück, um zu bleiben?

Es ist so weit, ich belebe meinen Blog nach nur 9 Monaten neu! 9 Monate, das ist doch ein schöner Zufall, denn der Grund für meine lange Abwesenheit ist ein kleiner Gentleman. Ich bin Mutter eines wunderschönen Jungens geworden und während andere mit Erscheinen des zweiten Strichs auf dem Test sofort zu leidenschaftlichen Bloggerinnen über Schwangerschaftsfreuden und -beschwerden mutieren, habe ich mein neu gestartetes Projekt kurzerhand wieder in der digitalen Schublade verschwinden lassen. Die Zeit war so aufregend, verwirrend, schmerzhaft (mein Rücken hat mich umgebracht) und wunderschön, dass ich einfach keinen Raum für mehr gefunden habe.

2015-05-19 17.46.44Nun ist Erbschen 6 Wochen alt und putzmunter und nach dem Delirium der ersten Zeit (Schlafen, Stillen, Schlafen, Stillen, Essen, Schlafen, Stillen…) kribbelt es wieder in meinen Fingern. Ich bin Redakteurin aus Leidenschaft und kann das Schreiben nie lange lassen. Mutterschutz und Elternzeit sind eine tolle Gelegenheit, um das „Blog-Abenteuer“ neu zu starten mit allem, was das Leben einer 30-jährigen Neu-Mutter im Münchner Umland so bewegt – Babythemen wie Pflege, Kleidung, Spielzeug, Erziehung und Ernährung. Mode, Make-Up und Frisuren, weil ich ja schließlich nicht nur Mama, sondern immer noch Frau bin. Food-Fotos und Rezept-Ideen, weil meinen Mann und mich die Leidenschaft fürs Kochen und Essen verbindet (neben vielem mehr) und noch einiges mehr… Schauen wir doch mal, wo die Reise hingeht.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr ab und zu reinschaut und ein bisschen an unserem kunterbunten Leben teilhabt.

Liebste Grüße,

Minna

LaBrassBanda – Kiah Royal

Komme gerade aus der Premiere des Konzertfilms „Kiah Royal“ von der Band LaBrassBanda! Was für ein geiles Erlebnis!!!! Bin noch ganz hin und weg! Wer die Band um Frontmann Stefan Dettl kennt, der weiß, dass sie live einfach alles wegfetzen und das buchstäblich mit Pauken und Trompeten. Jetzt also ein Film. In dem schlagen die Jungs aber deutlich leisere Töne an, die deshalb jedoch kein bisschen weniger mitreißend sind.

Das ganze Unplugged Konzert wurde in einem Kuhstall aufgenommen. Ja, ihr habt richtig gelesen! Bayern, Blasmusik, Kuhstall. Was sich nach üblem Klischee anhört, ist einfach nur großartig! Kein Publikum, nur die Band, die Crew und Resi, Vroni und Co. Aufgenommen mit tollen Bildern, warmen Farben und fast schon besinnlich-erhabener Stimmung. „Kiah Royal“ zur Weihnachtsgans dieses Jahr? Na klar, gern! Wenn Ihr beim Essen permanent mit dem Fuß wippen wollt…

Es wurden viele neue Stücke gespielt, Instrumentals, aber natürlich auch „Klassiker“ wie „Autobahn“ oder „Nackert“. Gastsänger waren unter anderem Rocko Schamoni und Stephan Remmler. Mit letzterem wurde der großartige Hit „Keine Sterne in Athen“ neu aufgenommen, so ironisch wie eh und je und einfach nur genial!
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Man hat all den Beteiligten den Spaß und die Liebe angesehen. Selbst den Kühen. Ob die während der Aufnahmen schneller gekaut haben? Oder haben sie vielleicht besser Milch gegeben? Man weiß es nicht. Was ich weiß ist, dass die Band um den Dettl sich selbst übertroffen hatte. Eine wahnwitzige Idee, konsequent umgesetzt und einfach großartig gelungen. Es lohnt sich einfach, Mut zu haben.

Habt Mut,
♥ Minna