Holt die Baströckchen, Blumenketten, Strohhüte und Cocktails raus – Es ist heiiiiiß… 35 Grad ist eine Temperatur, die wir in unserer Gegend nicht oft erleben. Wenn man dann auch noch ein Sommerbaby hat, wird’s nicht nur echt warm, sondern auch noch ganz schön spannend. Mit seinen gerade einmal 8 Wochen können wir Erbschen nicht zur Abkühlung in den Pool oder vor die Klimaanlage setzen, aber ein wenig Erleichterung wollen wir ihm trotzdem verschaffen.
Babys können ihre Körpertemperatur noch nicht gut regulieren, deshalb sind kalte Bäder oder ähnliches Tabu. Das Ergebnis wäre ein ausgekühltes, schreiendes Menschlein. Gar nicht schön!
Wir versuchen es also auf die sanfte Tour und bleiben zunächst mit dem Kleinen im kühleren, abgedunkelten Haus meiner Eltern. Mein Vater, der schlaue Fuchs, hat ein feuchtes Laken vor die offene Tür gehängt und sorgt damit wirklich für ein angenehmes Klima. Es ist also nur noch schweinewarm und nicht mehr lavaheiß. Hey, das ist ein Erfolg!
Hier darf er nackig auf einer Decke strampeln. Ruhig auch ohne Windel, denn die ist ja auch nicht gerade aus klimaaktivem Funktionsmaterial…
Ab und zu machen wir ihm die Händchen und Füßchen ein bisschen nass. Die Verdunstungskälte kühlt herrlich und nimmt ganz sanft etwas Hitze aus dem kleinen Körper. Wenn Euer Baby Nasses mag, könnt Ihr es auch komplett mit einem feuchten Waschlappen abreiben, aber davon hält Erbschen überhaupt nichts. Er schreit, als ob wir ihm die Haut abziehen wollen und bevor die Nachbarn die Polizei rufen, lassen wir das mal lieber bleiben.
Da Erbschen gerade auch seinen 8-Wochen-Schub durchmacht – das Timing ist TOP – will er besonders viel Nähe und so schwitzen wir uns gegenseitig voll, dass die Tropfen nur so fliegen. Wenn man uns sucht, muss man also nur der feuchten Spur folgen. Ein wenig Abhilfe schaffen da Tücher aus Leinen (Seide ist auch toll), die ich zwischen uns lege. Die nehmen etwas Schweiß auf und kühlen. Herrlich!
Wenn ich ihn überhaupt mal trage, dann nur in einem extradünnen Tuch von Hoppediz. So ist es halbwegs erträglich und wir mutieren nicht sofort zu einem laufenden Heizkraftwerk.
Wenn es endlich dunkel wird, schläft unser Prinz nur mit Windel und T-Shirt. Warum das Shirt? Sollten wir Glück haben kühlt es nachts ja doch etwas ab (Zugluft unbedingt vermeiden) und seine schwitzige Haut wird unangenehm klamm. Und dann: 3-2-1-GESCHREI! Das Baumwoll-Shirt nimmt Schweiß auf, ohne dass sich darunter die Hitze staut. Dazu ein leichtes Sommerlaken auf der Matratze und schon schläft es sich gleich viel entspannter – für ihn und uns.
Das sind unsre Tipps für heiße Tage mit Baby. Habt ihr auch welche? Na dann her damit 🙂
Liebe Grüße,
Minna
