Mein Herzblatt kommt aus dem schönen Thüringen und so müssen wir ein paar Stündchen auf der Autobahn verbringen, wenn wir seine Eltern, Großeltern und unsere Freunde besuchen möchten. Seit Erbschen da ist, haben wir das noch nicht versucht, aber am letzten Wochenende war es soweit: Die Hochzeit von guten Freunden stand an und wir haben das Abenteuer gewagt. Uuuuuuuh *bedeutungsschwangere Musik*
Vorbereitung ist alles
Aber wie stellen wir’s an, ohne ein heulendes Bübchen und zwei entnervte Eltern? Erst einmal geht nichts – oh Wunder – über gute Organisation. Alles am Vorabend packen und ins Auto bringen ist eine Selbstverständlichkeit, aber auch der zeitliche Ablauf am Morgen sollte allen großen und kleinen Beteiligten klar sein. Bei uns hat sich folgender Marschplan bewährt (eine Autofahrt nach Kitzbühel haben wir auch schon hinter uns): Erbschen wacht auf, wird gestillt. Dann ist er meistens ungefähr 1,5 Stunden mehr oder weniger gut gelaunt und wach. In dieser Zeit hetzten wir durchs Bad, packen den Rest zusammen, wickeln Erbschen und ziehen ihn um und frühstücken eventuell sogar noch eine Kleinigkeit (hahaaa, wer’s glaubt). Nach ca. einer Stunde Wachsein wird Erbschen noch einmal zu seinem Hungergefühl befragt. Da das kleine Kerlchen ein echter Schluckspecht ist, entscheidet er sich meistens auch außerhalb der normalen Stillintervalle für die Milchbar. Sobald er fertig ist, geht’s ab in den Kindersitz und wir fahren mit quietschenden Reifen gemütlich los. Dieses Mal konnten wir so etwa drei Stunden am Stück fahren. PREISVERDÄCHTIG!
Sobald Erbschen unruhig wird, legen wir eine Stillpause ein und knuddeln ihn ein wenig außerhalb des Sitzes durch. Dann geht’s wieder in den Sitz und die Fahrt kann weitergehen. Da ich hinten sitze, kann ich ihn mit Freddy dem Glühwürmchen (der Ameise, dem Schmetterling, der Fliege) oder anderen Spielsachen ganz gut bespaßen, bis er vor lauter Lachen und guter Laune wieder müde ist und wegpennt. Das Wegpennen klappt bisher noch ganz gut, weil Erbschen seinen Kindersitz und die einduselnden Geräusche und Bewegungen des Autos liebt. Das bleibt hoffentlich noch eine Weile so, obwohl uns Freunde mit größeren Kindern keine großen Hoffnungen machen.
Sicher und bequem im Auto
Dass wir Erbschen mit ruhigem Gewissen so lange im Kindersitz schlafen lassen können, haben wir uns eine „Kleinigkeit“ kosten lassen. Uns hat einfach nicht gefallen, dass der Kleine in seinem „normalen“ Kindersitz so eingesunken saß. Das kann doch nicht gesund sein, oder? Wir haben in die Kiddy evo-lunafix, in der man ein Baby auch während der Fahrt in eine bequeme und rückenschonende Liegeposition bringen kann, investiert. So haben wir bei langen Strecken einfach ein besseres Gefühl und auch, wenn Erbschen bei einer kurzen Autofahrt mal einschläft, müssen wir ihn danach nicht gleich schlafend aus dem Sitz rupfen, sondern können ihn beruhigt noch ein wenig weiter schnarchen lassen. Perfekt! Dieser Kindersitz eignet sich auch besser, wenn man ihn per Adapter auf ein Kinderwagengestell montieren will. Bei den herkömmlichen Kindersitzen hätte ich dabei einfach kein gutes Gefühl.
Wie steht Ihr zu Babyschalen auf Kinderwagengestellen? Was macht Ihr, um Euren Kurzen die Autofahrt so angenehm wie möglich zu machen?
Liebe Grüße,
Minna


