Krippe: Schlaf, Kindlein

Erbschen ist nun schon ein kleiner Krippenprofi und hat immer mehr Spaß. Da freut sich die Mutter! Er läuft fröhlich umher, spielt, brabbelt und lebt sich immer mehr ein. Wer hätte das noch vor ein paar Wochen gedacht. Als ICH nicht…

Nun hatten wir aber noch eine Hürde zu nehmen, vor der ich mich schon von Anfang an ein wenig gefürchtet habe: Mittagsschlaf in der Krippe!

Erbschen macht zu Hause super Mittagsschlaf (manchmal über 3 Stunden) aber wird er sich auch von einer Krippentante zum Einschlafen überreden lassen? Immerhin schnarcht er immer noch am liebsten in der Trage ein. Es könnte also zu einem echten Desaster werden, schließlich hat sich Lord Motzki zuvor auch nicht besonders kooperativ gezeigt.

Tja, was soll ich sagen. Meine Bedenken waren völlig unbegründet. Er ist schon am ersten Tag einfach auf dem Arm seiner Erzieherin eingeschlafen und hat kuschelig Mittagsschlaf gehalten. Ich  habe ihn dann um 15 Uhr abgeholt. Das waren die längsten 3 Stunden meines Lebens. Ich habe mir ausgemalt, wie er weint und sich gegen den Schlaf wehrt, wie alle entnervt sind und ich ihn dann schließlich verheult abholen muss. Ja, ich habe vielleicht ein wenig überdramatisiert. Dass es dann so problemlos geklappt hat, hat mich richtig umgehauen.

Am nächsten Tag ist er sogar im Bett eingeschlafen, was bei uns niiiiiie funktioniert. Und auch heute, nach dem Wochenende, hat er brav geschlafen und konnte ohne Zwischenfälle bis 15 Uhr bleiben. Es ist unglaublich: Erbschen ist eingewöhnt! Köpft den Champagner!

Eure glückliche Minna

 

Krippe: Abschied ohne Tränen

Viel ist passiert seit Erbschen seine Krippeneingewöhnung gestartet hat. Er hat sich wirklich sehr schwer getan und viel geweint. Aber die Krippentanten haben nicht aufgegeben, ihm viel Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt und sich so langsam in sein Herzchen geschlichen. Nachdem wir nach und nach die Zeit auf 2 und schließlich auf 3 Stunden ohne mich ausgeweitet haben und er sich immer besser beruhigen ließ und nun sogar schon ein paar Tage fast gar nicht geweint hat, ist es heute zu einer Premiere gekommen: Erbschen hat beim Abgeben nicht geweint, sondern sich einfach von der Erzieherin auf dem Arm nehmen lassen. Ist der Knoten nun geplatzt? Ich hoffe es wirklich sehr, für ihn und für mich.

Ich bin nun aber auch viel entspannter, da ich meinen Restart im Büro auf den 1.9. verschoben habe. Ein wenig mehr Zeit wird uns allen gut tun.

Eure Minna

Krippe: Abschied mit Tränen

Erbschen findet Krippe doof und mit mir im Schlepptau kann er sich einfach nicht beruhigen. Wir haben uns nun entschlossen, vom Berliner Modell abzuweichen und ihn mal eine halbe Stunde ohne mich bei den Erzieherinnen zu lassen. Ziel ist es, dass er sich bei seine Bezugstante beruhigen lässt.

Ich mich also heute verabschiedet, raus aus dem Zimmer und meinen schreienden Augenstern zurückgelassen. Ich kann Euch sagen, meine Weisheitszahn-OP war weniger schmerzhaft. Das eigene Kind so weinen zu hören, trifft eine Mutter mitten ins Herz und ich musste mich sehr zusammenreißen, um mich nicht heulend auf dem Krippen-Flur zusammenzurollen. Geholfen hat nur, dass Erbschen sich tatsächlich immer wieder beruhigen ließ und einer der Erzieherinnen im Minuten-Takt rauskam, um mir den Wasserstand durchzugeben.

Nach einer halben Stunde durfte ich meinen verschnodderten Liebling wieder in den Arm schließen und er war auch direkt wieder fröhlich. Gott sei Dank…

Eure Minna

Krippe: Sie meint es ernst!

Es wird immer schlimmer. Mittlerweile findet Erbschen überhaupt nichts mehr spannend und lustig in der Krippe. Er brüllt, trotzt und wirft sich an mich, um mich kurz darauf wieder wegzuschieben. Die „Krippentanten“ meinen, nun sinkt es bei ihm ein, dass ich es Ernst meine und wir nun öfter herkommen. Es bricht mir das Herz und ich zweifle nach nur drei Tagen wirklich an unserem Vorhaben.

Eure traurige Minna

Krippe: Finger weg, Freundchen!

Erbschen ist in der harten Krippenrealität angekommen. Schon am zweiten Tag!

Er musste feststellen, dass andere Kinder sich nicht freiwillig von ihren Spielsachen (Socken, Tellern etc.) trennen möchten, nur weil Boss Knospe es so will. Und dass es sogar vorkommt, dass man ihm ein gerade erobertes Spielzeug einfach wieder wegnimmt! Diese Einsicht hat Tränen, Geschrei und Tobsuchtsanfälle verursacht, die ich persönlich jetzt eher bei einem 3-jährigen vermutet hätte und nicht bei diesem noch nicht mal 14 Monate alten Stöpsel.

Tja, da haben wir wohl ein Beispiel von: „Was ich mit meinem Kind nicht üben kann, wenn wir unter uns bleiben.“ Ich habe schließlich kein gesteigertes Interesse daran, Erbschen eine angesabberte Lego-Blume streitig zu machen.

Jetzt lernt er es auf die harte Tour. Da die meisten Krippen-Kollegen schon 3 und drüber sind, geht es natürlich nicht zimperlich zur Sache. Da hilft es auch nicht gerade, dass Erbschen der einzige von den Zwergen ist, der noch nicht laufen kann… Ich habe so im Gefühl, dass er diesen Zustand nun schnell ändern will.

Das Ergebnis war nun, dass ich den Laden vorzeitig und mit schwarz-geärgertem Trotzkopf verlassen musste. Krippenfee, steh uns bei…

Eure Minna

Krippe, Grippe und Tränen

Erbschen hat sich als Souvenir einen herrlichen Schnupfen (eine Grippe ist es nicht gerade, aber hey, wer reimt hat Recht) aus dem Urlaub mitgebracht. Das sind doch die besten Voraussetzungen für die Krippeneingewöhnung, die heute gestartet ist, oder? Weiß doch jeder, dass Kleinkinder besonders viel Lust auf Neues, Aufregendes haben, wenn ihnen der Schnodder nur so aus der Nase läuft…

Da ich am 1.8. meinen Restart im Büro haben soll, können wir leider den Start nicht verschieben. Ein Monat ist ne knappe Kiste.

Wider Erwarten ist es dann aber wirklich gut gelaufen. Ich bin 8.30 Uhr in unserer Krippe angekommen und habe mich mit Erbschen in der Pfirsichgruppe auf den Spielteppich gepflanzt. Erstmal gaaaanz in Ruhe die Lage checken. Da der kleine Mann andere Kinder super findet und sehr neugierig ist, ist er schon nach kurzer Zeit durch den Raum gekrabbelt, wie ein Eichhörnchen auf Koffein und hat alles unsicher gemacht. Die „Krippentanten“ haben mir schon Mut gemacht, dass die Eingewöhnung bestimmt super schnell geht. Wir werden sehen, was da noch kommt…

Eure Minna

Der erste Zahn!

Eigentlich hat man ihn uns schon prophezeit, seit Erbschen noch keine drei Monate alt war. Immer wenn er sabberte wie ein wildgewordener Boxerwelpe, genauso auf allem herumkaute, seine Finger pausenlos im Mund hatte oder einfach nur schrecklich unleidig war: Das sind bestimmt die Zähne.
Als wir im Kroatienurlaub dachten, es wäre ein genialer Einfall abends um 19 Uhr essen zu gehen und Erbschen uns kurz nach der Bestellung ziemlich nachdrücklich deutlich machte, was er davon hielt, raunte uns die Kellnerin mitleidig zu: Bestimmt die Zähne.
Als er sich ständig die Ohren rieb, war sich der Kinderarzt sicher: Jetzt kommen die Zähne.
Erbschen hat sich davon nicht die Bohne unter Druck setzen lassen. Die Kauleiste blieb schön glatt und zahnlos.

Tja, bis jetzt… Da ist er mir aufgefallen, der kleine scharfkantige Meilenstein. Ganz ohne Sabbern, Weinen, Quengeln, Ohrenreiben und Co ist er erschienen.
Gut, wir haben auf Verdacht regelmäßig Osanit-Kügelchen gegeben, aber ob es das jetzt gebracht hat?
Und fast gleichzeitig schaut daneben die zweite kleine Ecke aus dem Zahnfleisch. Erst ewig nix und dann gleich zwei auf einmal, herrlich.

Viele Zahnfee-Grüße,
Eure Minna

Ein Löffelchen für Mama – Beikost für Erbschen

Erbschen hat die 5-Monats-Marke geknackt. Wahnsinn, time flies when you’re having fun! Unser kleiner Mann hat in der letzten Zeit neben einer extrem feuchten Aussprache (insgeheim nenne ich ihn Larry, das Lama) ein großes Interesse an unserem Essen entwickelt. Er schaut gebannt den Gläsern hinterher, wenn wir trinken. Er greift uns aus dem Hinterhalt in den Löffel, wenn wir Joghurt essen. Er reißt mit bemerkenswerter Zielstrebigkeit an unseren Tellern. Kurzum, wir haben beschlossen, ihn an der großen Welt der Nahrungsmittel teilhaben zu lassen.

Am Sonntag habe ich mich fröhlich pfeifend in die Küche gestellt, Bio-Möhren geschnibbelt und gekocht und mit Bio-Birnensaft verfeinert zu einer orangenen Pampe Köstlichkeit püriert – man sollte dabei unbedingt Schutzkleidung und eine Schutzbrille tragen. Dann haben wir uns voller Erwartung mit unserem Fröschlein hingesetzt und ihm seinen ersten Möhrenbrei kredenzt.

Was soll ich sagen. Er hat ihn nicht gerade verschlungen, aber so richtig doof fand er ihn nun auch nicht. Er hat sich immer wieder den Löffel geschnappt und dran rumgelutscht. Es ist sogar nicht alles auf dem Lätzchen gelandet und ich hab ihn anderthalb Mal schlucken gehört. Ein voller Erfolg, oder? Seitdem bekommt er jeden Tag ein wenig Brei und es wird immer besser. Da man aus zwei Möhren mehr als eine Portion Brei herausbekommt, hab ich den Rest in einem Eiswürfelbehälter eingefroren und die Würfel dann in eine Gefriertüte getan. Ein Würfel sind drei Löffelchen, also im Moment noch eine Portion. Pro Tag taue ich also einen Würfel auf und es kann losgehen. Das ist echt praktisch und man kann auch viele verschiedene Sorten vorbereiten. Gerade habe noch Brokkoli und Süßkartoffel eingefroren. Abwechslung muss sein…

Um ihm den Schritt heraus aus seiner Nur-Milch-Diät zu erleichtern, hab ich ihm nun einen ganz weichen Silikonlöffel besorgt und noch etwas abgefahrenes: einen Fruchtsauger. An einem Griff ist ein Netz befestigt, in das man Obst und Gemüse geben kann. Daran kann Erbschen nun zahnlos herumkauen und lutschen. Gestern haben wir ihn gleich mal mit einem Stück Wassermelone ausprobiert und das hat super funktioniert. Mit dem Sauger kann er das Obst halten und bearbeiten, ohne zu große Stücke abzukauen. Er war ganz aus dem Häuschen und ich erstmal…

Es ist wirklich wahnsinnig spannend, Erbschen bei diesem neuen Schritt zu begleiten. Wie schnell das alles geht. Bald fährt er Auto…

Mein Sohn, der Randalierer…

Wo kommen eigentlich immer die Fotos her, auf denen gemütlich stillende, völlig entspannte Babys zu sehen sind? Hingebungsvoll versunken in der Nahrungsaufnahme…

Erbschen ist ein knallharter Milchbar-Randalierer. Er zieht und nestelt mit Hingabe an meinen Oberteilen! Meine T-Shirt-Ausschnitte sind zum Teil zu „sehr zeigefreudig“ ausgeleiert worden. Diese Stillkette im Wassermelonen-Design (wie niedlich ist das denn) soll Abhilfe schaffen, liegt aber meistens woanders. Erbschen verrenkt sich in abenteuerliche Posen, um ja nix zu verpassen. Er dreht und wendet sein Köpfchen nach jedem Geräusch, nach jeder Bewegung im Augenwinkel oder auch einfach nach einem hustenden Floh. Er will alles sehen und denkt bei seinen wilden Moves nicht immer dran, seine Nahrungsquelle vorher loszulassen. Wenn ich ehrlich bin, ist ihm das wohl einfach ziemlich wurscht.

Und dann, wenn ich ihm am liebsten Hausverbot für die Milchbar erteilen würde, tut er es. Es trifft mich jedes Mal mitten ins Herz und lässt mich schmelzen wie Eis in der Sonne. Er lächelt, er grinst, er lacht mich an, er trötet, kräht, blubbert und strahlt mich an, als ob er mir versichern will, das nichts so spannend ist, wie der Mittelpunkt seiner kleiner Welt: Ich.

Eigentlich ist es aber auch nicht weiter verwunderlich, dass Erbschen sich nicht aufs Wesentliche konzentrieren kann. Ich habe auch die Aufmerksamkeitsspanne eines Eichhörnchens. So nach dem Motto: Das hier muss ich heute wirklich zu Ende machen … oh, ein Fussel. Nur beim Essen, da lass ich mich leider nie ablenken.

Erbschen auf Reisen – Autofahren mit Baby

Mein Herzblatt kommt aus dem schönen Thüringen und so müssen wir ein paar Stündchen auf der Autobahn verbringen, wenn wir seine Eltern, Großeltern und unsere Freunde besuchen möchten. Seit Erbschen da ist, haben wir das noch nicht versucht, aber am letzten Wochenende war es soweit: Die Hochzeit von guten Freunden stand an und wir haben das Abenteuer gewagt. Uuuuuuuh *bedeutungsschwangere Musik*

Vorbereitung ist alles
Aber wie stellen wir’s an, ohne ein heulendes Bübchen und zwei entnervte Eltern? Erst einmal geht nichts – oh Wunder – über gute Organisation. Alles am Vorabend packen und ins Auto bringen ist eine Selbstverständlichkeit, aber auch der zeitliche Ablauf am Morgen sollte allen großen und kleinen Beteiligten klar sein. Bei uns hat sich folgender Marschplan bewährt (eine Autofahrt nach Kitzbühel haben wir auch schon hinter uns): Erbschen wacht auf, wird gestillt. Dann ist er meistens ungefähr 1,5 Stunden mehr oder weniger gut gelaunt und wach. In dieser Zeit hetzten wir durchs Bad, packen den Rest zusammen, wickeln Erbschen und ziehen ihn um und frühstücken eventuell sogar noch eine Kleinigkeit (hahaaa, wer’s glaubt). Nach ca. einer Stunde Wachsein wird Erbschen noch einmal zu seinem Hungergefühl befragt. Da das kleine Kerlchen ein echter Schluckspecht ist, entscheidet er sich meistens auch außerhalb der normalen Stillintervalle für die Milchbar. Sobald er fertig ist, geht’s ab in den Kindersitz und wir fahren mit quietschenden Reifen gemütlich los. Dieses Mal konnten wir so etwa drei Stunden am Stück fahren. PREISVERDÄCHTIG!

Sobald Erbschen unruhig wird, legen wir eine Stillpause ein und knuddeln ihn ein wenig außerhalb des Sitzes durch. Dann geht’s wieder in den Sitz und die Fahrt kann weitergehen. Da ich hinten sitze, kann ich ihn mit Freddy dem Glühwürmchen (der Ameise, dem Schmetterling, der Fliege) oder anderen Spielsachen ganz gut bespaßen, bis er vor lauter Lachen und guter Laune wieder müde ist und wegpennt. Das Wegpennen klappt bisher noch ganz gut, weil Erbschen seinen Kindersitz und die einduselnden Geräusche und Bewegungen des Autos liebt. Das bleibt hoffentlich noch eine Weile so, obwohl uns Freunde mit größeren Kindern keine großen Hoffnungen machen.
imageSicher und bequem im Auto

Dass wir Erbschen mit ruhigem Gewissen so lange im Kindersitz schlafen lassen können, haben wir uns eine „Kleinigkeit“ kosten lassen. Uns hat einfach nicht gefallen, dass der Kleine in seinem „normalen“ Kindersitz so eingesunken saß. Das kann doch nicht gesund sein, oder? Wir haben in die Kiddy evo-lunafix, in der man ein Baby auch während der Fahrt in eine bequeme und rückenschonende Liegeposition bringen kann, investiert. So haben wir bei langen Strecken einfach ein besseres Gefühl und auch, wenn Erbschen bei einer kurzen Autofahrt mal einschläft, müssen wir ihn danach nicht gleich schlafend aus dem Sitz rupfen, sondern können ihn beruhigt noch ein wenig weiter schnarchen lassen. Perfekt! Dieser Kindersitz eignet sich auch besser, wenn man ihn per Adapter auf ein Kinderwagengestell montieren will. Bei den herkömmlichen Kindersitzen hätte ich dabei einfach kein gutes Gefühl.

Wie steht Ihr zu Babyschalen auf Kinderwagengestellen? Was macht Ihr, um Euren Kurzen die Autofahrt so angenehm wie möglich zu machen?

Liebe Grüße,
Minna