Krippe: Abschied mit Tränen

Erbschen findet Krippe doof und mit mir im Schlepptau kann er sich einfach nicht beruhigen. Wir haben uns nun entschlossen, vom Berliner Modell abzuweichen und ihn mal eine halbe Stunde ohne mich bei den Erzieherinnen zu lassen. Ziel ist es, dass er sich bei seine Bezugstante beruhigen lässt.

Ich mich also heute verabschiedet, raus aus dem Zimmer und meinen schreienden Augenstern zurückgelassen. Ich kann Euch sagen, meine Weisheitszahn-OP war weniger schmerzhaft. Das eigene Kind so weinen zu hören, trifft eine Mutter mitten ins Herz und ich musste mich sehr zusammenreißen, um mich nicht heulend auf dem Krippen-Flur zusammenzurollen. Geholfen hat nur, dass Erbschen sich tatsächlich immer wieder beruhigen ließ und einer der Erzieherinnen im Minuten-Takt rauskam, um mir den Wasserstand durchzugeben.

Nach einer halben Stunde durfte ich meinen verschnodderten Liebling wieder in den Arm schließen und er war auch direkt wieder fröhlich. Gott sei Dank…

Eure Minna

Krippe: Sie meint es ernst!

Es wird immer schlimmer. Mittlerweile findet Erbschen überhaupt nichts mehr spannend und lustig in der Krippe. Er brüllt, trotzt und wirft sich an mich, um mich kurz darauf wieder wegzuschieben. Die „Krippentanten“ meinen, nun sinkt es bei ihm ein, dass ich es Ernst meine und wir nun öfter herkommen. Es bricht mir das Herz und ich zweifle nach nur drei Tagen wirklich an unserem Vorhaben.

Eure traurige Minna

Krippe: Finger weg, Freundchen!

Erbschen ist in der harten Krippenrealität angekommen. Schon am zweiten Tag!

Er musste feststellen, dass andere Kinder sich nicht freiwillig von ihren Spielsachen (Socken, Tellern etc.) trennen möchten, nur weil Boss Knospe es so will. Und dass es sogar vorkommt, dass man ihm ein gerade erobertes Spielzeug einfach wieder wegnimmt! Diese Einsicht hat Tränen, Geschrei und Tobsuchtsanfälle verursacht, die ich persönlich jetzt eher bei einem 3-jährigen vermutet hätte und nicht bei diesem noch nicht mal 14 Monate alten Stöpsel.

Tja, da haben wir wohl ein Beispiel von: „Was ich mit meinem Kind nicht üben kann, wenn wir unter uns bleiben.“ Ich habe schließlich kein gesteigertes Interesse daran, Erbschen eine angesabberte Lego-Blume streitig zu machen.

Jetzt lernt er es auf die harte Tour. Da die meisten Krippen-Kollegen schon 3 und drüber sind, geht es natürlich nicht zimperlich zur Sache. Da hilft es auch nicht gerade, dass Erbschen der einzige von den Zwergen ist, der noch nicht laufen kann… Ich habe so im Gefühl, dass er diesen Zustand nun schnell ändern will.

Das Ergebnis war nun, dass ich den Laden vorzeitig und mit schwarz-geärgertem Trotzkopf verlassen musste. Krippenfee, steh uns bei…

Eure Minna

Krippe, Grippe und Tränen

Erbschen hat sich als Souvenir einen herrlichen Schnupfen (eine Grippe ist es nicht gerade, aber hey, wer reimt hat Recht) aus dem Urlaub mitgebracht. Das sind doch die besten Voraussetzungen für die Krippeneingewöhnung, die heute gestartet ist, oder? Weiß doch jeder, dass Kleinkinder besonders viel Lust auf Neues, Aufregendes haben, wenn ihnen der Schnodder nur so aus der Nase läuft…

Da ich am 1.8. meinen Restart im Büro haben soll, können wir leider den Start nicht verschieben. Ein Monat ist ne knappe Kiste.

Wider Erwarten ist es dann aber wirklich gut gelaufen. Ich bin 8.30 Uhr in unserer Krippe angekommen und habe mich mit Erbschen in der Pfirsichgruppe auf den Spielteppich gepflanzt. Erstmal gaaaanz in Ruhe die Lage checken. Da der kleine Mann andere Kinder super findet und sehr neugierig ist, ist er schon nach kurzer Zeit durch den Raum gekrabbelt, wie ein Eichhörnchen auf Koffein und hat alles unsicher gemacht. Die „Krippentanten“ haben mir schon Mut gemacht, dass die Eingewöhnung bestimmt super schnell geht. Wir werden sehen, was da noch kommt…

Eure Minna