Nightmare of a Szene-Bar!

Ich war gestern in einer Szene-Bar in einem Szene-Viertel. Eine Bar, in der man unbedingt mal gewesen sein muss, versteht ihr? UNBEDINGT, sonst hat man nicht gelebt und man ist auch nicht hip und sonst auch nix mehr. Man kann sich dann eigentlich zum Sterben hinlegen, denn man ist gesellschaftlich TOT! Oder so ähnlich …

Deshalb bin ich aber nicht hin, ehrlich! Eine Bekannte hat dort ihren Geburtstag gefeiert. Scheinbar verbringt sie dort ihre komplette Freizeit, denn kaum waren wir da, gab’s Bussi hier, „Ach, schön, dass du da bist“ da, quietsch hier, freu da. Sie war unter Freunden, während ich eher unter der schlechten Luft litt. Es ist wirklich nichts Hippes, Wildes, Schickes oder Sonstiges daran, an einem Mittwochabend um 20 Uhr in einer Szenebar zu stehen. Die Gäste lassen noch bis mindestens 22 Uhr auf sich warten, es riecht nach ranzigen Kunstledersesseln, Bierdunst, altem Schweiß, dem Klo im Keller … Wie das riecht? Alt, abgestanden und ein bisschen traurig!

Als sich der Laden dann langsam gefüllt hat, wurde es mit dem Geruch besser. Puh! That’s a Plus! Jetzt drängten sich alle an der Bar, die Musik konnte man kaum verstehen und es war voll. Wie in jeder, ich wiederhole, in JEDER verflixten anderen Bar auch.

Das klingt jetzt so, als hätte ich keinen Spaß gehabt, oder? Hatte ich auch nicht, wenn ich ehrlich bin. Ich hab mich zwar nett unterhalten, aber die großen Erwartungen, die ich an einen Ort hatte, an dem man einfach mal gewesen sein MUSS, die wurden ziemlich enttäuscht. Was heißt das jetzt? Bin ich nicht hip? Ist mit mir nix mehr los? Bin. Ich. Tot?

Nö.

Mehr Farbe im Leben

Am Wochenende stand ein Holifestival auf der Tagesordnung. Also hab ich mich in weiße Klamotten geschmissen, mir ein paar Freundinnen geschnappt und bin auf das Festivalgelände gepilgert. So richtig konnte ich mir nicht vorstellen, was mich erwartet. Dort angekommen, waren wir erst etwas planlos, haben uns dann aber brav jeweils unsere fünf Farbbeutel abgeholt, die es zum Ticket dazugab (Neonpink, Lila, Gelb, Grün und Blau). Weil ich und meine Bronchien nicht immer die besten Freunde sind, hab ich mir noch eine Atemschutzmaske gegönnt und ab gings ins Getümmel, das sich hauptsächlich aus jungen Leuten in bester Laune zusammensetzte. Zu erstaunlicherweise recht tanzbarer Electromusik gab es dann stündlich einen Countdown, zu dem man einen oder mehrere Farbbeutel nach Wahl in die Luft schmiss.

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Von außerhalb sah das traumhaft aus, wenn man allerdings mittendrin stand, war es schnell vorbei mit der kunterbunten Idylle. Hier hatte es eher was von exlopdiertem Mehllager. Staubige Sicht, schlechte Atemluft, aber irrerweise dennoch viel Spaß. Das ist wohl die Gruppendynamik, denn wenn um einen herum alles vor Glück jauchzt und quietscht, ist es schwer, nicht auch fröhlich zu sein.

5 Stunden nachdem wir angekommen waren, zog dann aber leider ein Gewitter auf und wir verließen fluchtartig das Gelände. Aber nicht ohne uns vorher an einem extra aufgestellten „Abpuster“ vom Großteil des Farbpulvers befreien zu lassen. Zu Hause bin ich dann gleich unter die Dusche gesprungen, damit meine Wohnung nicht aussieht, als wäre ein Regenbogenpony dagewesen. Ihr glaubt nicht, wie schön bunt meine Dusche war.

Glücklicherweise ließ sich aber alles gut ab- und aus den Klamotten und Haaren auswaschen. Geblieben sind mir aber bunte Fußsohlen. Das hat doch etwas von einer Geheimorganisation, oder nicht? Völlig unerkannt bewegt man sich unter all den grauen Mitmenschen, aber die Fußsohlen verraten, wie bunt man es am Wochenende getrieben hat.

Farbenfrohe Grüße,

Minna

Montagsblues vs. Pinterest Heaven

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass wir eigentlich nicht die Montage hassen, sondern unseren Job. Das stimmt doch nicht! Ich kann meinen Job gut leiden und meine Kollegen sind die Besten. Aber heute ist Montag und meine Laune ist auf dem Tiefpunkt. Das Wochenende war großartig. Sonnig, voll mit netten Leuten, lustigen Situationen, gutem Essen. Ein echtes Sommerwochenende, wie man es nur lieben kann. Eigentlich müsste ich noch nachglühen. Aber heute morgen? Bedeckter Himmel, bedeckte Laune. Ich frage mich nur, was zuerst da war … Himmel oder Laune, Henne oder Ei?

Was fängt man mit so einem Montag an? Ich habe meine ToDo-Liste, durch die ich mich nach und nach durchrackere. Muss sein, geht ja nicht anders. Und nebenbei schiele ich mit einem Auge auf den Feierabend, auf das nächste Wochenende – und auf Pinterest. Oh Pinterest, du Retter in der Not, die Quell ewiger Freude. Ich stöbere durch Deine Rezepte, Frisuren, Make-Up und Deko-Ideen und labe mich an all dem Schönen. Schönes lenkt perfekt ab von schlechter Laune. Es ist, als ob sich der Geist damit vollsaugt und der Platz für die kleinen schwarzen Wölkchen immer enger wird.

Hoffen wir mal, dass das heute auch wieder klappt. Schließlich ist es doch nur ein Montag und nicht das Ende der Welt …

Grundlos glücklich

Jetzt muss man mit so einer Erklärung beginnen, warum man sich dazu entschlossen hat, zu bloggen, oder? Was ist, wenn ich darauf keine Lust habe? Dann mach ichs einfach nicht 🙂

Ich bin da und warum, weiß ich nicht so genau. Das wird sich noch zeigen. Das ist wohl wie im richtigen Leben. Man plumpst auf die Erde und erst im Laufe der Jahre stellt sich dann heraus, was der Sinn vom Dasein eigentlich ist.

Natürlich im besten Fall. Wenn man ehrlich ist, dann ist es einem nie so ganz klar, was das alles eigentlich soll. Und dann schaut man in die eine Richtung, geht in die andere, mag etwas, dann wieder nicht. Wer passt den schon in Schubladen?

Ach ja, ich heiße Minna …